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Geschäftsbericht

Wasserverband

Salzburger Becken
2025

Vorwort der

Geschäftsführung

  • Das Jahr 2025 aus wirtschaftlicher Sicht

    Das abgelaufene Geschäftsjahr war durch hohe Kontinuität gekennzeichnet. Die Mitgliederanzahl und -struktur blieben unverändert, die abgegebene bzw. verrechnete Wassermenge wich kaum vom Vorjahr ab. Verrechnet wurden insgesamt 2.917.882 m³, etwas mehr als geplant. Der Einheitenpreis betrug im Schnitt EUR 0,6812/m³ inkl. HKB und lag damit leicht unter dem Wert des Jahres 2024.


    An Investitionen waren mehr als EUR 200.000,00 geplant, der Großteil davon allerdings für die Leitungsverlegung und -ertüchtigung im Zuge des Umbaus des Bahnhofs Bergheim. Dieses Projekt wurde nicht umgesetzt, sodass die dafür vorgesehenen Investitionen nicht zur Ausführung kamen.


    Auch im Jahr 2025 wurden keine neuen Darlehen aufgenommen; die laufenden Darlehen werden planmäßig getilgt. Die Förderungen werden bei den Tilgungen kostenentlastend berücksichtigt.


    In den Betriebs-, Energie- und Hygienekosten sind die Betriebsführungskosten der Salzburg AG, die Kosten der Anlagenleitung, die Stromkosten, die Kosten für Katasternutzungen, Versicherungen und Abgaben sowie die Kosten für notwendige Leistungen außerhalb des Betriebsführungsvertrages enthalten.


    Die Entschädigungen basieren auf der Taugl- bzw. Bluntautal-Schongebietsverordnung sowie auf einer Rahmenvereinbarung zwischen der Kammer für Land- und Forstwirtschaft und dem Wasserverband Salzburger Becken und sind wertgesichert zu entrichten.


    Die laufenden Kosten wurden gegenüber dem Plan um ca. EUR 42.000,00 unterschritten.


Mag. Josef Weilhartner, LL.B.

Geschäftsführer

Bilanz

2024 in € 2025 in € Veränderung in €
Aktiva:  
 
Anlagevermögen 6.796.243,60 6.473.502,85 -322.740,75
Umlaufvermögen  
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 675.229,90 570.513,13 -104.716,77
II. Guthaben bei Kreditinstituten 817.719,03 1.099.999,18 282.280,15
Rechnungsabgrenzungsposten 20.166,66 16.106,24 -4.060,42
Bilanzsumme 8.309.359,19 8.160.121,40 -149.237,79
 
Passiva:  
 
Eigenkapital 4.859.603,58 4.904.343,34 44.739,76
Rückstellungen 14.576,00 19.079,00 4.503,00
Verbindlichkeiten  
1. gegenüber Kreditinstituten 1.806.977,04 1.644.572,94 -162.404,10
2. aus Lieferungen und Leistungen 270.183,90 293.121,38 22.937,48
3. sonstige 1.358.018,67 1.299.004,74 -59.013,93
Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00 0,00
Bilanzsumme 8.309.359,19 8.160.121,40 -149.237,79

Gewinn- und
Verlustrechnung

2024 in € 2025 in € Veränderung in €
 
Umsatzerlöse 1.651.256,12 1.680.956,76 29.700,64
sonstige betriebliche Erträge 467.138,34 373.472,27 -93.666,07
Betriebsleistung 2.118.394,46 2.054.429,03 -63.965,43
 
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen 384.970,71 396.771,71 11.801,00
Personalaufwand 25.265,98 26.290,56 1.024,58
Abschreibungen 326.753,51 327.350,93 597,42
sonstige betriebliche Aufwendungen 1.143.327,15 1.251.987,85 108.660,70
Betriebsaufwand 1.880.317,35 2.002.401,05 122.083,70
 
Betriebsergebnis 238.077,11 52.027,98 -186.049,13
Finanzergebnis -17.886,71 -7.288,22 10.598,49
Zuweisung zu Gewinnrücklagen 220.190,40 44.739,76 -175.450,64
Jahresgewinn 0,00 0,00 0,00
   
Erlöse aus Wasserlieferung 1.868.728,31 1.983.172,59 114.444,28
Durchschnittspreis inkl. HKB €/m³ 0,6820 0,6812 0,00

150 Jahre Trinkwasserversorgung in Salzburg

150 Jahre Trinkwasserversorgung in Salzburg stehen für technischen Fortschritt, gelebte Verantwortung und höchste Versorgungssicherheit. Seit der Inbetriebnahme der Fürstenbrunner Leitung im Jahr 1875 hat sich die Wasserversorgung von einer historischen Ingenieursleistung zu einem modernen, resilienten System entwickelt.

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    Seit 150 Jahren bildet die zentrale Trinkwasserversorgung eine wesentliche Grundlage für Lebensqualität, Hygiene und Sicherheit in Salzburg. Mit der 1875 in Betrieb genommenen Leitung von der Fürstenbrunnquelle begann eine neue Ära: Erstmals stand der Stadt eine verlässliche, zentrale Wasserversorgung zur Verfügung.


    Die technische Umsetzung mit Leitungsbau, Hochbehälter am Mönchsberg und Hydrantenversorgung war für die damalige Zeit eine herausragende Ingenieursleistung. Mit dem Wachstum der Stadt wurde das System laufend erweitert – unter anderem durch das Grundwasserwerk Glanegg, zusätzliche Behälter und weitere Versorgungsstandorte. Auch die Anforderungen an Hygiene, Qualität und Versorgungssicherheit entwickelten sich kontinuierlich weiter. Seit 1984 wird das Wasser der historischen Fürstenbrunnquelle nicht mehr direkt eingespeist, sondern über natürliche Bodenpassagen gefiltert. Heute stammt der überwiegende Teil des Trinkwassers aus hochwertigem Tiefengrundwasser und gelangt ohne chemische Aufbereitung in die Haushalte und Betriebe. 


    Darüber hinaus wurde die Wasserversorgung auch strukturell weiterentwickelt und zukunftsfähig gemacht. Die Vernetzung in den südlichen Bereich in Richtung Tennengau durch den Wasserverband Salzburger Becken unterstreicht die regionale Bedeutung einer sicheren Trinkwasserversorgung. Sie leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Stadt Salzburg und die Umlandgemeinden dauerhaft mit ausreichend qualitativ hochwertigem Trinkwasser für EinwohnerInnen sowie BesucherInnen zu versorgen.


    Die moderne Wasserversorgung Salzburgs steht damit für technische Entwicklung, verantwortungsvollen Ressourcenschutz, regionale Zusammenarbeit und langfristige Versorgungssicherheit.


Redaktioneller Hinweis:
Der vorliegende Text orientiert sich inhaltlich an dem Onlineartikel „150 Jahre Trinkwasserversorgung – Von der Quellfassung bis heute“ von Sophia Hannah Schwaighofer, erschienen auf Lebenswelten / Salzburg AG am 21. Mai 2025. Die Darstellung wurde für diesen Geschäftsbericht eigenständig zusammengefasst, gekürzt und redaktionell neu gefasst.

Quelle:
https://lebenswelten.salzburg-ag.at/tech/150-jahre-trinkwasserversorgung-quellfassung-bis-heute/

Wasserversorgung
durch den WSB

  • 2.884.744 m³ Trinkwasser aus dem Grundwasserwerk Taugl im Jahr 2025
  • Verteilung über ein 53,67 km langes Wasserleitungsnetz
  • Versorgung der Verbandsmitglieder mit hochwertigem Trinkwasser
  • Gute Ressourcensituation als Basis für Versorgungssicherheit
  • Langfristiger Gewässerschutz sowie Sicherung und Erkundung weiterer Ressourcen

WSB Wasserlieferung 2025

WSB Wasserlieferung
1998-2025

WSB Wasserlieferung
Entwicklung 1998-2025

Stand Vollmitglieder und
Konsensverteilung

  • Keine Veränderung der Konsensmengen gegenüber dem Vorjahr
  • Gesamtkonsens der Vollmitglieder weiterhin 150 l/sec.

Kurzerklärung:

Eine Konsensverteilung beschreibt die wasserrechtlich bzw. vertraglich festgelegte Aufteilung der verfügbaren Entnahmemenge auf die einzelnen Mitglieder.

Betriebsführung

Betriebsführung durch Salzburg AG –
Center Wasser

Die Salzburg AG sichert die technische und hygienisch einwandfreie Wasserversorgung von der Gewinnung im Grundwasserwerk Taugl bis zur Abgabe an die Verbandsmitglieder.

Leistungsumfang der Salzburg AG:

  • Bakteriologische und chemische Überwachung des Trinkwassers
  • Instandhaltung und Wartung der Anlagen in baulicher, elektrotechnischer, steuerungstechnischer und maschineller Hinsicht
  • Pflege des Schutzgebietes Brunnen Taugl
  • 24/7-Überwachung der WSB-Anlagen durch den Bereitschaftsdienst
  • Erfassung und Auswertung von Einspeise-, Abgabe- und Durchleitungsmengen
  • Beobachtung von Konsensnutzung, Pegelentwicklung, Tätigkeiten und Störfällen


Projekte

Anschlussschacht Hallein – Test der Notversorgung

Wiederkehrender Test der gegenseitigen Notversorgung im November 2025 

  • Testergebnis:
  • Lieferung aus der WSB-Wasserschiene in das Halleiner Netz im Notfall: bis zu 40 l/sec.
  • Versorgung durch die Stadt Hallein in Richtung WSB: 112 l/sec.

=> Erfolgreicher Nachweis der technischen Notversorgungsmöglichkeiten

Notversorgung WSB und Salzburg AG
durch Hallein

Die Vereinbarung zur Vorhaltung einer Notreservemenge ist noch in Verhandlung.

Blackout-Vorsorge

  • Mobiles Notstromaggregat für das Grundwasserwerk Taugl seit Dezember verfügbar
  • Aufrechterhaltung der Versorgung bei Blackout, Strommangellage oder Stromausfall
  • Versorgungsleistung im Ereignisfall: bis zu 150 l/sec.
  • Jährliche Funktionsprüfung zur Absicherung von Technik und Ablauf

§ 134 WRG-Überprüfung – Abschnitt HB Anzfelden und HB Obertrum

  • Wiederkehrende Fremdüberprüfung der Abschnitte HB Anzfelden und HB Obertrum mit Anschlussschächten WG Untermödlham, WG Obermödlham, WG Kraibach und WG Zaun
  • Übermittlung des Prüfberichts an die Wasserrechtsbehörde
  • Bestätigung des konsens- und bescheidgemäßen Betriebs